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ABBAU VON PFLANZENSKELETTEN / MASSENAUSSTERBEN (vor 290 Mio. Jahren)

Del audio paseo EVOLUTIONSWEG am Aquazoo | Düsseldorf

EVOLUTIONSWEG am Aquazoo
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1.01 km directions_walk
ABBAU VON PFLANZENSKELETTEN / MASSENAUSSTERBEN (vor 290 Mio. Jahren)

ZUM MITLESEN:

1. Holzabbau und heutiger Treibhauseffekt

Nun endlich haben die Pilze herausgefunden, wie sie das Holz der Wälder zersetzen können. Sie arbeiten dazu mit den Bakterien in einer Symbiose eng zusammen.

Aber lassen Sie uns einmal kurz gemeinsam darüber nachdenken, was es heißt, dass sich das Holz der vergangenen 60 Mio. Jahre als Kohle im Erdboden abgelagert hat. Dadurch wurde eine riesige Menge Kohlenstoff im Boden gebunden. Und was machen wir heute damit? Wir verbrennen das gesamte Kohlevorkommen in der unglaublich kurzen Zeit von ein paarhundert Jahren. Natürlich heizt sich durch den damit verbundenen Treibhauseffekt die Erde auf. Wir wissen nur noch nicht, um wie viel Grad.

2. Perm-Trias-Massenaussterben

Was allerdings ein solcher Treibhauseffekt im Extremfall anrichten kann, das können Sie sogleich erleben. Und es ist absolut erschreckend! Gehen Sie dazu ein paar Schritte weiter und sehen sich die 250-Mio.-Jahre-Markierung auf dem Asphalt genau an. Denn hier, an der Grenze zwischen Perm und Trias, ereignet sich vor genau 252 Mio. Jahren das gravierendste Massenaussterben aller Zeiten.

Der Grund ist, wie gesagt, ein extremer Treibhauseffekt. Seine Ursache spielt sich im Nordosten des Superkontinents Pangaea ab, in der Region, die heute Sibirien heißt. Dort kommt es zu gewaltigen Druckentladungen aus dem Erdinneren. Kilometergroße Erdplatten lösen sich und werden zusammen mit enormen Mengen flüssiger Lava in die Höhe katapultiert. Und das nicht etwa nur einmal, sondern immer wieder über einen Zeitraum von 500.000 Jahren. Heute heißt die Region „Sibirischer Trapp“. Sie erinnert von oben an eine riesige, verkrustete Wunde der Erdoberfläche.

Mit der Lava entweichen riesige Mengen an Kohlendioxid und anderer Treibhausgase. Dadurch heizt sich der Planet auf. So stark, dass die Wälder verschwinden und sich überall Wüsten ausbreiten. Letztlich fallen 75 % der an Land lebenden Arten dieser Klimakatastrophe zum Opfer.
Und in den Meeren ist es sogar noch schlimmer. Die Wassertemperatur steigt auf 40 Grad Celsius, das ist wie ein heißes Vollbad, und von allen im Wasser lebenden Arten sterben unfassbare 96 % aus. Darunter sind auch die Trilobiten, die die Meere seit 270 Mio. Jahren besiedelt haben und jetzt für immer verschwinden.

Es ist alles andere als sicher, dass nach diesem Massenaussterben das mehrzellige Leben auf der Erde überhaupt wird weiter existieren können. Ob und wie es weitergeht, finden Sie am nächsten Schild heraus.


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